Christian Surrey

personel blog | musiker | fotograf

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Lyrikpic #1: [am Wundesrand]

*edit/anmerkung

Ich weiß, ich weiß…man sollte seinen eigenen Kunstkram möglichst nicht erläutern. Aber bei Lyrik gibt es halt enorm viel Vorbelastung. Deshalb kleine Anmerkung zu Lyrik generell:

Lyrik ist etwas, das in nur ein paar wenigen Zeilen darstellen kann, was sonst nur ein Roman in seiner Breite kann. Spaß macht Lyrik natürlich erst, wenn sie zugänglich ist. Mir war es in meiner Schulzeit ein Graus Gedichte institutionell durchinterpretieren zu müssen. Seitdem halte ich es mit dem Konsum meiner eigenen Lyrik wie mit jenen von anderen Autoren. Der Rezeptionsmodus, den ich am liebsten hab’, ist: Take it or leave it. Nimms für dich an oder eben nicht. Wenns für dich passt, dann merkst du es halt. Und zwar ziemlich immediately. Dann packt dich der Scheiss halt. Und wenn es nicht passt, lass es einfach liegen und wende dich dem nächsten zu. Es soll genuss sein und Dich nicht angehen wie ein schwerer Paragraf auf einem Knöllchen… Wenn Dich dann aber ein Zeilenpäckchen gepackt hat, dann bleibe dabei!

Auf diese Weise blieben mir einige Gedichte nur für mich durch die Jahre hinweg wichtig und erhalten, intim und wertvoll. Wenn ich ein wenig Glück habe, dann geht es Dir vielleicht auch so mit dem ein oder anderen meiner eigenen Lyrikstücke. Falls ja…lass es mich in den Comments wissen. Natürlich ist da auch Raum für Kritik und Anregungen.

Digitale Souveränität. -Wir müssen reden.

Schon wieder so ein bundesamtlicher anbiedernder Hippster-Begriff im Gusto Ich weiß nicht, was soll es bedeuten 5.0 oder geht es vielleicht doch um mehr? Ist Digitale Souveränität nicht wieder nur so ein globales Thema, das mich nicht berührt? Und wo zur Hölle bleib’ eigentlich Ich? Als Privatperson? -Immerhin ist dies ja ein Blog. Das darf und soll persönlich werden! Schauen wir also mal, wie uns die Souveränität auf den Leib rückt.

Kleinstcomputer: Raspberry pi. Der eigene kleine Homeserver ist wirklich nur ein paar Klicks entfernt.

Die Phrase “Digitale Souveränität” taucht in den Medien hier und da immer mal wieder auf. Es klingt ein wenig wie ein ferner, aufklärerischer Hilferuf…nach Kant, Selbstbestimmung und Mündigkeit der einzelnen Person. – Doch durchforstet man die News hierzu, liest sich der Info-Reigen wie eine einzige Forderung wirtschaftlicher Gremien und Konglomerate. Aus deren Perspektiven geht es um ihre jeweilig ökonomische Agenda. Besorgt um ihre digitale Datensicherheit verweisen sie darauf, dass der Großteil ihrer Datenverarbeitungsstruktur outgesourced ist und somit nicht mehr in ihrer Hand: deutsche Unternehmen fürchten um ihre digitale Souveränität (Tagesspiegel). Google und co., die für die digitale Dominanz eines ganzes Wirtschaftszweiges stehen, hätten auf diese Weise die gesamte Volkswirtschaft als Geisel genommen. Global operierende IT-Unternehmen seien dabei viel dynamischer, agiler und potenter als die kleinen EU-Staaten und ihre jeweiligen Volkswirtschaften. Der Ball geht somit in die Spielecke der Politik.

Sie soll es richten. Die Rahmenbedingungen und Spielregeln ändern. Die Wirtschaft habe weder Ressourcen noch Willen, um ihr Bedürfnis nach Datensicherheit selbst in die Hand zu nehmen. So kritisieren EU-RegierungschefInnen digitale Defizite und fordern eine Stärkung der digitalen Souveränität. Europas Abhängigkeit und Schwächen in punkto Digitalität träten in der mediatisierten Welt immer deutlicher zutage. Handlungsbedarf bestünde in künstlicher Intelligenz, dem Vorantreiben eigener Cloudlösungen und generell der Stärkung des digitalen Binnenmarktes; en gros bestünde der Handlungsbedarf in der Sicherung und selbstständigen Verwaltung kritischer Infrastrukturen. Souveränität wird in diesem Sinne als Verletzung der grundsätzlichen Unabhängigkeit von Staaten nach außen hin als auch der Selbstbestimmung in Fragen der eigenen Selbstgestaltung spürbar. Der Staat ist nicht mehr Herr im eigenen Haus, er ist strukturell unterwandert.

Persönliche Souveränität. Gibt es das?

Souveränität ist auf Augenhöhe zur Macht und duldet keine anderen Ansprüche ohne existentielle Konfrontation”

C. Surrey

Drops the sh*t out of the rain!

Autorevuenon 55mm f1.4 ©christiansurrey

Wenn du mal nicht weißt, was du tun sollst. Es gibt immer die Möglichkeit sein Objektiv mit Makro-Verlängerungen auszustatten und so die Naheinstellgrenze massiv zu verkleinern. Ziemlich erstaunlich, was man so im kleinen Beet im Hinterhof entdecken kann.

Auf diesen Foto habe ich Blätter von Schwertlilien im Garten zu Motiv gewählt und es im Anschluss schwarz-weiss bearbeitet. Da die Fotografie mit Makroringen und Makrofotografie im Allgemeinen sehr viel Licht benötigt, gilt der Tipp: Unkomplizierte Makrofotografie sollte immer bei bestem Tageslicht stattfinden. Dämmert es draußen schon, ist es schon zu spät für einen Makroschnappschuss.

Altglas! Und sonst nix.

Olympus Zuiko MC Auto-S 50mm f1.8 ©christiansurrey

Was mancherorts noch als Synonym für zu recyclendes Behältnis steht, ist für Fotografen in aller Regel eine Bezeichnung für Foto-Objektive aus der prä-digitalen Ära. Alte Linsen können mittels einfacher Adapter an modernen Digitalkameras genutzt werden. Die Linsen bleiben dabei ihren modernen Kollegen in punkto Abbildungsleistung oft dicht auf den Fersen, in punkto Charme und Bildstimmung übertreffen sie die meist bis zur Perfektion auskorrigierten Gläser neuerer Bauart zumeist. Dabei müssen sie nicht teuer sein. Günstige Linsen starten bei wenigen Euro, gute Exemplare bei wenigen Euro mehr. Diese Seite beschäfigt sich ausschließlich mit alten Linsen. -Altglas eben! Und sonst nix.

Sundown in Wuppertal

Meine Heimatstadt wird für gewöhnlich als hässlich und dreckig eingeschätzt. Und es stimmt; man muss immer ein wenig suchen. In Wuppertal vielleicht mehr als in anderen Städtchen. Aber wie so oft im Leben: Die Kleinigkeiten machen den Unterschied. So auch hier. Denn: wo die Sonne untergeht, geht sie auch immer auf. Sundown halt.

Shot with: Olympus Zuiko Auto-s 50mm

©christiansurrey
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